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Gastrezension von IRVE: Rezension zu „Die Rosen von Montevideo“ von Carla Federica

Juni 23, 2013

Die folgende Rezension wurde erstellt von IRVE:

 

 

*+….es ist niemals zu spät…**+*

Inhaltsangabe:
Montevideo 1843. Der Frankfurter Bankierssohn Albert Gothmann verliebt sich Hals über Kopf in die lebenslustige Rosa, Tochter einer der ältesten spanischen Familien Uruguays. Doch ihre Liebe zwingt sie zum Verzicht auf ihre Heimat, ein Schicksal, das fortan alle Nachfahrinnen ihrer Familie teilen. Sind die Frauen stark genug, um für ihre Leidenschaft zu kämpfen?

Das Cover:
Ich mag Rot- und Orangetöne gerne, daher hat mich das Cover sehr angesprochen. Die Mischung aus wilder Natur – ein breiter Fluss mit üppiger Vegetation sowie einem Urwaldvogel – und auch der erwünschte Fortschritt in Form eines Schiffes stellen die damalige Situation Uruguays sehr gut dar. Mich hat dieses Cover neugierig auf die Geschichte gemacht, die in diesem Buch erzählt wird.
Besonders toll gelungen finde ich den “Spezial”-Umschlag (doppelte, geknickte Buchrückenseite) der zum einen als Lesezeichen dienen kann, zum andern die Seiten schützt!

Meine Zusammenfassung:
Bei „Die Rosen von Montevideo“ handelt es sich um eine Familiensaga über drei Generationen. Die Lebenswege der Familie Gothmann aus Deutschland und der Familie de la Vegas aus Uruguay kreuzen sich in Montevideo. Frau Federica erzählt uns in ihrem Roman von den Erlebnissen und Schicksalen dieser sowie der beiden Folgegenerationen. Dabei wechseln sich die Schauplätze Südamerika und Deutschland ab.

Meine Meinung:
„Die Rosen von Montevideo“ ist innerhalb des Romans in drei Bücher gegliedert, wobei jede Generation ihr eigenes Buch bekommt. Allerdings sind diese Bücher nicht in sich abgeschlossen sondern greifen ineinander über und sind über die älteren Generationen miteinander verknüpft.
Der Schreibstil des Romans ist sehr flüssig und er lässt sich sehr leicht lesen. Das Buch ist ideal für den Feierabend nach einem anstrengenden Tag, wenn man abschalten und leichte Lektüre lesen möchte.
Das Geschehen wird gut verständlich beschrieben, auch die Charaktere werden gut eingeführt, sodass man der Handlung sehr gut folgen kann. Ich war sofort in der Geschichte drin und hatte auch schnell herausgefunden, welche Figuren ich mochte und welche nicht. Leider hatte keine der Hauptfiguren meine Sympathien gewonnen. Einige Nebendarsteller mochte ich richtig gerne und mit ihnen fieberte ich teilweise auch mit. Allerdings sollte einem dies meiner Meinung nach doch eher wenigstens mit einem der Hauptträger der Geschichte so gehen. Aber diese Charaktere enttäuschten mich des Öfteren. Jeder für sich isoliert betrachtet war akzeptabel mit seinen extremen Eigenschaften und Verhaltensweisen. Aber diese vielen extremen Typen bei den Hauptdarstellern machten die Geschichte unglaubwürdig und nahmen ihr die Authentizität.
Ebenso übertrieben empfand ich einige Szenen der Geschichte, die sehr an den Haaren herbei gezogen wirkten. Sicher, es ist ein Roman und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, aber dennoch hätten einige Geschehnisse mehr Wirkung erzielt, wenn der Ball dort flacher gehalten worden wäre.
Das Schicksal der Damen wiederholte sich mit jeder Generation, nur leider drehte sich die Schicksalsspirale nach unten. Es erinnerte oft mehr an ein Drama denn an eine Saga. Teilweise passierten den Damen exakt derselbe „Fehler“ wie er schon Mal in einer der älteren Generationen vorgekommen war, was den Roman stellenweise nicht sehr kreativ wirken ließ.
Gut gefallen haben mir die Schilderungen der Schauplätze Frankfurt sowie Montevideo, auch die geschichtlichen Einschübe sind gut gelungen.
Was mich allerdings sehr enttäuschte war die knapp gehaltene Exotik. In einer Phase der Erzählung wird die Natur sehr plakativ beschrieben und ich konnte mir diese Wildnis wirklich gut vorstellen. Gemessen an den fast 800 Seiten des Buches war der Exotik-Teil allerdings für meinen Geschmack zu gering. Das farbenfrohe Cover und auch die Tatsache, dass einer der Schauplätze Südamerika sind, hatten da eine höhere Erwartung in mir geweckt.

Mein Fazit:
Trotz aller Kritikpunkte vergebe ich dennoch 3 Sterne. Das Buch war, weil es sehr ausführlich geschrieben ist, stellenweise schon recht langatmig, aber nicht langweilig. Außerdem wollte ich doch sehr gerne wissen, wie das Schicksal dieser drei Generationen endet.

Die Autorin:
Carla Federica ist eine junge österreichische Autorin, die unter anderem Geschichte studiert hat. Sie lebt heute als Fernsehjournalistin in Deutschland. Ihre große Leidenschaft fürs Reisen hat sie in zahlreiche Länder geführt, vor allem auch nach Südamerika, wo ihre Romane spielen. Ihre Chile-Trilogie war ein großer Erfolg.

„Die Rosen von Montevideo“ ist im Juni 2013 als Taschenbuch im Knaur-Verlag erschienen.
Es umfasst 781 Seiten und kann für 9,99 Euro unter der ISBN-Nummer 978–3-426–51023-0 erworben werden (Stand 23.Juni 2013).

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2 Kommentare
  1. Irve permalink

    Danke Kat, habe es erst jetzt gesehen!!!

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