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Rezension zu „Ratte Prinz“ von Annette Paul

Zum Buch: „Ratte Prinz“ von Annette Paul ist ein Kinderbuch, das am 22.08.2016 erschienen ist. Zu beziehen z.B. hier: https://www.amazon.de/Ratte-Prinz-Annette-Paul-ebook/dp/B01JZDR5UK

Klappentext: Ich bin eine goldfarbene Ratte aus königlichem Geschlecht. Einer alten Prophezeiung nach bin ich ein verwunschener Prinz. Weil ich mich langweile, mache ich mich auf die Suche nach der Prinzessin, die mich erlösen soll. Dabei gerate ich in ein Unwetter und werde in einen Kanal gespült. Da ich an den glatten Wänden nicht hochklettern kann, bin ich kurz vor dem Ertrinken. Zum Glück kommt das kleine Mädchen Raja vorbei und rettet mich. Allerdings erst, nachdem ich ihr versprochen habe, sie zur Prinzessin zu machen. Seitdem lebe ich in dieser verrückten Großfamilie. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, alle zurechtzubiegen und erlöst zu werden.

Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Die Storyy ist in der Ich-Form verfasst und in 7 Kapitel unterteilt.

Zum Autor: Annette Paul lebt in Buxtehude, einer Kleinstadt im nördlichen Niedersachsen. Inspiriert von der Märchenstadt schreibt sie Kurzgeschichten, Realsatiren, Kindertexte und Märchen. Kleine Leseproben gibt es auf ihrem Blog Probeschmökern bei Annette Paul. (Quelle: http://www.amazon.de)

Meine Meinung: Bei diesem Kinderbuch handelt es sich um eine wirklich niedliche Geschichte, die sich flüssig lesen lässt und die dadurch und durch den einfachen Aufbau sowohl zum Vorlesen, als auch zum ersten Selberlesen einlädt. Aber auch Erwachsene kommen hier auf kurzweilige Art auf ihre Kosten, und sogar meine Große, die nun im „schwierigen“ Alter von knapp 12 ist („Ich bin doch kein kleines Kind mehr!!!“), hat Spaß an dieser Lektüre gehabt, daher wage ich zu behaupten, dass dieses Buch zwar vorrangig für Kinder gedacht ist, aber auch in jedem anderen Alter noch Spaß macht.

Die Story ist süss, und man kann an so mancher Stelle über die humorvolle Beschreibung der Familie schmunzeln. Zwischendrin gibt es kleine Illustrationen, die zum Text passen und das Ganze noch abrunden.

Ein sehr schönes Kinderbuch, das von uns 5 Sterne bekommt.

Rezension zu „Blind Date mit der Liebe“ von Kari Lessír

Heute gibt es eine Rezension zu einem Buch, das ich vorab lesen durfte. Dafür herzlichen Dank an die Autorin!

Zum Buch:  „Blind Date mit der Liebe“ von Kari Lessír ist ein Roman, der am 20.08.2016 erschienen ist. Zu beziehen z.B. hier: https://www.amazon.de/Blind-Date-Liebe-Kari-Less%C3%ADr-ebook/dp/B01JOZLC0I

Klappentext: In Ninas Leben steht die Arbeit an erster Stelle. Als Anzeigenverkäuferin gibt sie alles, und so hat sie für eine Beziehung gerade weder Zeit noch Lust. Mit den Gedanken noch immer im Büro, stößt sie beim Joggen mit Jan zusammen, einem – zugegeben – heißen Typen. Der sich allerdings wenig charmant verhält und sie genervt anschnauzt. Nicht mit ihr: Sie faucht zurück und lässt ihn stehen.

Kurz darauf sieht sie ihn wieder. Nur er sie nicht: Er ist blind. Das deutlich spürbare Knistern zwischen ihnen lässt sich davon nicht beirren. Trotzdem zögert Nina. Kann sie sich wirklich in jemanden verlieben, der sie nicht sehen kann? Und der vielleicht auf ihre Hilfe angewiesen ist? Wie ist das mit ihrem bisherigen Leben vereinbar?

Aber auch Jan ist unsicher: Sein Alltag ist klar strukturiert. Dadurch kommt er mit seinem Handicap gut zurecht. Für eine Frau gibt es da eigentlich keinen Platz. Ist es Nina wert, für sie sein Leben komplett umzukrempeln?

Werden die beiden für die Liebe alles riskieren? Wie werden sie sich entscheiden?

»Blind Date mit der Liebe« ist der Auftakt einer Folge neuer Liebesromane aus der Feder von Kari Lessír, die sich mit ihrer spirituellen »Seelenreise«-Reihe bereits in die Herzen ihrer Leser geschrieben hat. In »Blind Date mit der Liebe« führt uns die Autorin in eine fremde Welt. In eine Welt ohne Licht, die stattdessen erfüllt ist von Gerüchen, Geräuschen, Bewegungen und Empfindungen. Diese Welt zu betreten, berührt zutiefst und schenkt einmalige Lesemomente. Und mit ihnen die Erkenntnis, wie wichtig es ist, sich seinen Traumata zu stellen und sich anschließend mit allen Stärken und Schwächen anzunehmen. Erst wenn wir wirklich zu uns selbst stehen, können wir Liebe empfangen und auch geben.

Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Die Story ist in der dritten Form verfasst und in 20 Kapitel unterteilt.

Zum Autor: Es war ein kalter Wintermorgen des Jahres 1967, als Kari Lessír das Licht der Welt erblickte. Von klein auf liebte sie es, Geschichten zu erfinden, zu malen und zu musizieren. Solange sie zur Schule ging, konnte sie all diese Interessen gleichermaßen verwirklichen. Doch nach dem Abitur klopfte der Ernst des Lebens an die Tür: Plötzlich sollte sie sich für nur einen Berufsweg entscheiden. Gar nicht so einfach. Und so kam es, dass sie Musikwissenschaft studierte, sich zur Mediengestalterin weiterbildete und ein Fernstudium in Kreativem Schreiben abschloss. Viele Jahre arbeitete sie in einem angesehenen Verlagshaus. Nun ist sie als freie Autorin in Wiesbaden tätig und ist dankbar für ihre vielfältigen Berufs- und Lebenserfahrungen.

Kari Lessír ist Gold-Mitglied bei Qindie, außerdem Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) Rheinland-Pfalz in ver.di. Darüber hinaus arbeitet sie bei Ariadne mit, dem Wiesbadener Netzwerk für Bloggerinnen aus Musik, Kunst, Literatur und Theater. Und weil das noch immer nicht genug ist, engagiert sie sich in ihrer Freizeit für hochbegabte Kinder und Jugendliche. (Quelle: http://www.kari-lessir.de/über-mich/)

Meine Meinung: Als ich von diesem Buch hörte, war ich sofort begeistert, denn das Thema ist ja nicht so ganz alltäglich und es sprach mich sofort an. Daher nutzte ich die Chance, mich um ein kostenloses Vorableseexemplar zu bewerben, und die Freude war groß, als ich dann tatsächlich eines der Exemplare bekam. Passenderweise hatte ich gerade sowieso kein Buch am Wickel, so dass ich mich am gleichen Abend mit dieser Lektüre zurückziehen konnte. Und was soll ich sagen, ich habe sie verschlungen.

Die Erwartungen, die ich nach der Beschreibung in diesen Roman gesetzt hatte, wurden mehr als erfüllt.

Der Schreibstil ist flüssig, lässt sich sehr gut lesen und hat eine Art, die den Leser sofort in den Bann zieht. Gleich zu Beginn fühlte ich mich, obwohl erstmal gar nichts besonderes geschah, einfach eingefangen, und mein Interesse am Text war sofort geweckt. Dadurch ist es mir hervorragend gelungen, in die Story hineinzukommen, und ich fühlte mich auch der Hauptperson Nina nahe und konnte gut mit ihr mitfühlen. Ihre Gedanken sind sehr gut beschrieben, so dass ich mich gut mit ihr identifizieren konnte.

Überhaupt hat die Autorin die Hauptpersonen sehr sympathisch rübergebracht, man fühlt sich einfach wohl in ihrer Gesellschaft.

Allerdings handelt es sich hier um keinen reinen Liebesroman, sondern wie im richtigen Leben gibt es auch negative Aspekte, die die Story mit einem gehörigen Schuss an Dramatik versehen und den Leser stellenweise vor Spannung bald an den Nägeln knabbern lassen, auch in diesen Szenen fühlt man sich durch die Beschreibung der Autorin sehr nahe am Geschehen und man fiebert richtig mit.

Alles in Allem ist dieser Roman sehr berührend, gefühlvoll und emotional, und ebenso ist er recht nah an der Realität gehalten. Dieses macht das Besondere an diesem Buch aus, und die Tatsache, dass man sich so gut in das Geschehen hineinversetzen kann.

Von mir gibt es 5 Sterne.

Rezension zu „So bitter die Schuld“ von Melisa Schwermer

Heute gibt es mal wieder eine Rezension zu einem Buch, das ich vorab lesen durfte, vielen Dank dafür an die Autorin!

Zum Buch: „So bitter die Schuld“ von Melisa Schwermer ist ein Thriller, der am 17.08.2016 erschienen ist. Zu beziehen z.B. hier: https://www.amazon.de/bitter-die-Schuld-Melisa-Schwermer-ebook/dp/B01KM9B7XM

Klappentext: „Der Körper unter ihr regte sich nicht. Stattdessen gab er nach. Da, wo eigentlich Rippen den Brustkorb stärken sollten, war nichts als eine weiche Masse unter ihrer Hand zu spüren.“

Als Josi erkennt, wer die bis zur Unkenntlichkeit entstellte Leiche ist, reißt es ihr den Boden unter den Füßen weg. Dieser Tote ist ihr bester Freund Ronald. Was hat ein geheimnisvoller Brief mit Ronalds Tod zu tun? Die Erklärung reicht zurück bis in Josis Vergangenheit im Kinderheim. Wenn Josi dieser nicht auf die Spur kommt, werden noch mehr Menschen sterben.

Ein packender Thriller über Schuld, Verdrängung und die Dämonen der Vergangenheit von Bestseller-Autorin Melisa Schwermer.

Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Die Story ist in der dritten Form verfasst und in 44 Kapitel unterteilt.

Zum Autor: Melisa Schwermer wurde 1983 in Offenbach am Main geboren. Schon als Kind schrieb sie gerne und  verschenkte lieber Selbstgeschriebenes als Selbstgebasteltes.

Nach einer Ausbildung zur Industriekauffrau machte sie am Abendgymnasium ihr Abitur und begann ein Studium der Germanistik und Philosophie, zur Zeit bereitet sie sich auf das erste Staatsexamen vor.

Neben ihrem Beruf als angestellte Lehrkraft und dem Schreiben widmet sie sich ihren zwei schwarzen Hauskatzen. (Quelle: http://www.melisa-schwermer.de/die-autorin/)

Meine Meinung: Dieser Thriller lässt mich ein wenig sprach- und atemlos zurück. Ich bin von Melisa Schwermer ja einiges an Spannung gewöhnt, und bin daher schon mit hoher Erwartungshaltung an diesen neuen Thriller herangegangen, aber mal wieder hat sie etwas geschafft, was mir nicht möglich erschien: sie hat sich selbst erneut übertroffen. Dieses Buch ist in meinen Augen der absolute Höhepunkt ihrer Werke, und ich danke ihr sehr dafür, dass ich dieses Werk vorab lesen – nein, besser verschlingen – durfte.

Gleich zu Beginn des Buches wird man als Leser eingefangen, und man ist sofort total gefesselt. Ein an die Seite legen des Buches fällt sehr schwer, und man muss einfach weiterlesen. Der Anfang ist ein wenig unheimlich und entwickelt sich zu einer sehr spannenden, aber auch rätselhaften und nervenaufreibenden Story, die man im Grunde unter Hochspannung verschlingt. Selbst in ruhigen Phasen der Lektüre ist die enorme Spannung spürbar, so dass man als Leser nie wirklich runtekommt. Dieses Buch ist so fesselnd, dass man schon bald Entzugserscheinungen bekommt wenn man es mal an die Seite legen muss…

Während der Lektüre kommt man als Leser nicht umhin, sich seine Gedanken zum Storyverlauf und zu den Zusammenhängen zu machen, aber wirklich durchschauen kann man die Hintergründe nicht. Ideen verwirft man schnell wieder, und lange kann man als Leser, der ja doch etwas mehr mitbekommt, sich nicht festlegen. Und wenn man dann endlich alles durchschaut hat steckt man auch schon mittendrin in einem extrem heftigen, dramatischen Finale, das dieses Buch gekonnt abrundet.

Ich stehe noch völlig unter dem Einfluss dieses packenden und sehr dramatischen Thrillers, und ich bin ehrlich nicht sicher, ob ich meine Begeisterung überhaupt so ausdrücken kann, wie ich sie gerade empfinde.

Für mich ist dieses Buch eines, das den Titel Thriller definitiv mehr als verdient, und ich vergebe 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!!!

Kurzrezension zu „Terry- Geschichten aus dem Leichenhaus“ von Stephan Peters

„Terry – Geschichten aus dem Leichenhaus“ von Srephan Peters ist eine Horror-Kurzgeschichtensammlung, die am 4.12.2013 erschienen ist. Zu beziehen z.b. hier: https://www.amazon.de/Terry-Geschichten-aus-Leichenhaus-Horror-ebook/dp/B00D7O7JKU

Dieses Buch mit Kurzgeschichten klang in der Beschreibung wirklich gut – aber da hörte es dann auch schon auf.
Anstrengend zu lesen, viele Grammatik- und Rechtschreibfehler, und die Stories… naja, zu 95% eher langatmig, nervig geschrieben, teilweise total nichtssagend. Ab und zu mal eine etwas unheimliche Szenerie, das war es. Absolut nicht das, was ich erwartet hatte😦

Rezension zu „Asche und alter Zorn“ von Elias Haller

Heute stelle ich Euch einen Thriller vor, den ich vorab lesen durfte, wofür ich mich herzlich bei Elias Haller bedanken möchte!!

Zum Buch:  „Asche und alter Zorn“ von Elias Haller ist ein Thriller, der am 24.07.2016 erschienen ist. Zu beziehen z.B. hier: https://www.amazon.de/Asche-alter-Thriller-Elias-Haller-ebook/dp/B01J23S5NO

Klappentext: Er ist ein Künstler. Und er erschafft ein Meisterwerk aus Bosheit und Zorn.

Im Wald unter den Teufelsbrücken wird eine grausam zugerichtete Frauenleiche entdeckt. Sofort fallen der Mordkommission Parallelen zu einer Szene aus einem Kinofilm auf. Fatalerweise bleibt es nicht bei einem Opfer.

Bald gerät auch Kriminalhauptkommissar Erik Donner ins Visier eines Psychopathen, der mit rätselhaften Botschaften ein tödliches Spiel arrangiert. Und allem Anschein nach folgen sämtliche Taten der Filmvorlage. Bis ein Beweisstück alles verändert …

Dieser Erik-Donner-Thriller ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden.

Weitere Bücher der Thriller-Reihe:

Tod und tiefer Fall (Erik-Donner-Thriller 1)

Rache und roter Schnee (Erik-Donner-Thriller 2)

Blut und böser Mann (Erik-Donner-Thriller 3)

Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Die Story ist in der dritten Form verfasst und in 70 Kapitel plus Prolog unterteilt.

Zum Autor: Elias Haller, Jahrgang 1977, lebt mit seiner Familie in einer sächsischen Großstadt.

Der Zündstoff für seine Thriller sind seine beruflichen Erfahrungen im Umgang mit Rechtsbrechern und Opfern von Straftaten. Dank der langjährigen Leidenschaft für das Schreiben kann Elias Haller (kaltblütige) Mörder und (tragische) Helden aufeinander loslassen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Mehr zum Autor und seinen Büchern auf: facebook.de/HallerKrimis

Unter dem Pseudonym Nicholas Vega hat er mehrere Bestseller (Jugendbuch/Fantasy) geschrieben, dabei schaffte er es 2013 sogar auf Platz 1 der Amazon Kindle Charts. (Quelle: Autor)

Meine Meinung: Verwöhnt durch die vorangegangenen Donner-Thriller, bin ich mit hoher Erwartungshaltung an dieses Buch herangegangen – und sie wurde sogar noch übertroffen! Es schien mir kaum möglich, aber dieses neue Werk von Elias Haller beinhaltet eine weitere Steigerung an Spannung und Dramatik zu den Vorgängern.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen, außerdem trägt er massgeblich dazu bei, den Leser einzufangen und zu fesseln.

Die Story beginnt interessant und mysteriös, und man fragt sich, wie der Prolog mit dem Rest des Geschehens zusammenhängt. Und auch, wenn man dann bald eine Ahnung des Zusammenhangs hat, so kommt man bis zuletzt nicht hinter das Ganze, viele Wendungen präsentieren dem Leser verschiedene Möglichkeiten der Auflösung, doch man schafft es nicht, das Buch vorab zu durchschauen. Dadurch ist man bis zur letzten Seite unter Hochspannung und die Lektüre wird nie langweilig.

Die Spannung, die schon zu Beginn des Buches aufgebaut wird, steigert sich im Verlauf des Geschehens immer mehr, und man kommt als Leser kaum noch zum Luft holen. Immer mehr und mehr passiert, was einem den Atem stocken lässt, und was man absolut nicht erwartet hätte. Eine Story mit sehr viel Spannung, Dramatik und bei mir als Leserin auch einigem an Entsetzen, dazu noch Einschübe, die den Leser verwirren und auf eine komplett falsche Fährte locken… ein Werk, dass den Namen Thriller zu Recht trägt.

Von mir gibt es 5 Sterne.

Rezension zu „Keine Leiche, kein Problem“ von Per Sander

Zum Buch: „Keine Leiche, kein Problem – Staffel 1“ von Per Sander ist ein Roman, der am 02.07.2016 erschienen ist. Zu beziehen z.B. hier: https://www.amazon.de/Keine-Leiche-kein-Problem-Staffel-ebook/dp/B01HWY16M2

Klappentext: Es gibt schlechte Tage.  Es gibt beschissene Tage.

Und es gibt Tage, an denen man plötzlich Leichen entsorgen muss.

Dass das Leben nur selten so will wie er, hat Patrick schon vor einiger Zeit akzeptiert – aber nach Hause zu kommen und seine Teenager-Töchter über der Leiche des Mathe-Nachhilfelehrers zu finden, ist selbst nach seinen Maßstäben ungünstig.

Dass ein Büro direkt über einem Bordell in Duisburgs Rotlichtviertel nicht unbedingt der beste Standort für ihre Privatdetektei ist, ignoriert Nergiz gern – doch dann bricht sich einer ihrer wenigen Klienten nach einem Streit um die entsprechende Bezahlung auf der steilen Treppe das Genick. Natürlich, ohne sie bezahlt zu haben.

Dass man nicht einmal in Ruhe eine Leiche loswerden kann, ohne ein Gespräch mit einer Fremden führen zu müssen, findet Patrick doppelt ungünstig. Denn Nergiz wittert in all dem Chaos eine gute Geschäftsidee, immerhin ist Leichenentsorgung beinahe detektivische Arbeit. Meint sie. Patrick nicht.

Dass sie bereits in etwas verwickelt sind, das wesentlich größer ist als ihre kleinen Leichenprobleme, wissen weder Nergiz noch Patrick. Immerhin ist da noch der stoische Berufskiller mit dem merkwürdigen Namen, den nur eines interessiert: Rache an einem ehemaligen Bikerboss, der raus will aus der kriminellen Existenz und seine Gang verraten hat.

Was keiner von ihnen weiß: Sie alle haben viel mehr gemeinsam, als sie ahnen …

Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Die Story wurde in der dritten Form verfasst und ist in 14 Kapitel in Form von Episoden verfasst.

Zum Autor: Per Sander, geb. 1985, heißt eigentlich gar nicht Per Sander, mag den Namen allerdings als Autorenpseudonym. Es kann sein, dass er Germanistik und Anglistik in Düsseldorf studiert hat und mit seiner Frau am Rhein lebt, vielleicht ist das aber auch gelogen. Möglicherweise hat er nach Jobs als Journalist, Texter, Ghostwriter und einigen Jahren im Einzelhandel genug von Menschen im Allgemeinen und angefangen, all diese furchtbaren und höchst traumatischen Erlebnisse in Form von Krimis zu verarbeiten – diese wiederum sind garantiert reine Fiktion, machen ihm jedoch ordentlich Spaß. (Quelle: www.amazon.de)

Meine Meinung: Dieses neue Werk aus der Feder von Per Sander hat mich wieder total begeistert. Zwar wusste ich anfangs absolut nicht, was mich erwartet, da ich mir unter einem Buch, das in Episoden und Staffeln unterteilt ist, nicht so viel vorstellen konnte, aber die tolle Beschreibung hat mich dieser Unsicherheit zum Trotz zu dieser Lektüre greifen lassen – zum Glück. Ich hätte sonst wirklich etwas verpasst. Allerdings bin ich mir nicht sicher, in welches Genre ich das Buch einordnen soll, daher verzeihe man mir bitte die Betitelung „Roman“. Denn auch wenn es in diesem Werk, wie schon der Klappentext verrät, auch Leichen gibt, so ist es doch kein klassischer Krimi in dem Sinne. Eher eine sehr fesselnde Lektüre, die einen gleich auf den ersten Seiten einfängt und nicht mehr loslässt, die aber neben Leichen auch sehr viel Humor und spannende Unterhaltung beinhaltet.

Die Geschehnisse in diesem Buch sind in verschiedene Handlungsstränge unterteilt, die sich immer mal wieder kreuzen und dem Leser Einblicke verschaffen, die einem nicht immer gleich klar sind, doch alles in allem ist es eine sehr runde Story, auch wenn eine Erklärung manchmal ein paar Seiten auf sich warten lässt. Und manchmal auch nur angedeutet wird. Trotzdem ist mir jetzt nichts zu unklar – obwohl das Ende natürlich, wie schon die Bezeichnung „Staffel 1“ vermuten lässt, offen ist und man daher natürlich nicht alles komplett durchschauen kann. Das war eine meiner größten Sorgen, dass ich am Ende des Buches total verwirrt und verzweifelt wäre, aber diese Sorge hatte ich zu Unrecht.

Trotzdem bin ich schon jetzt sehr neugierig auf die Staffel 2, denn die Lektüre dieses Buches hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es ist eine sehr gut geschriebene Mischung aus Spannung, Humor, Unterhaltung und vielen… seltsamen Begebenheiten, die sich zu einem hervorragenden Buch verbunden haben.

Von mir gibt es 5 Sterne.

Rezension zu „Gekoffert und verschleppt“ von Lisa Brenk

Zum Buch:  „Gekoffert und verschleppt“ von Lisa Brenk ist ein Fantasyroman, der am 29.02.2016 im Wölfchen Verlag erschienen ist. Zu beziehen z.B. hier: https://www.amazon.de/Gekoffert-Verschleppt-Lisa-Brenk/dp/3943406679?

Klappentext: Wurdest du schon mal von einem Koffer verschluckt und an einem magischen Ort wieder ausgespuckt?

Kann es einen größeren Schrecken geben als mitten in der Nacht aufzuwachen und jemand fremdes steht in seinem Zimmer? Auf dem letzten Glockenschlag der Turmuhr wird Robert Julius Caillou aus seinem warmen Bett gerissen und samt Decke in einen Koffer gesteckt und fortgetragen.

Geheimnisvolle Männer, ohne Sohlen unter den Schuhen, verschleppen ihn in eine Welt voller Magie, Rätsel und Geheimnissen. Natürlich handelt es sich dabei um ein Missverständnis und Robert denkt ja gar nicht daran dort zu bleiben.

Er schleicht sich fort auf der Suche nach seinem zu Hause. Begleitet von dem wildesten und doch treusten Begleiter den man sich vorstellen kann. Hinein in ein grenzenloses Land, bevölkert von mysteriösen Kreaturen wie Trödeltraupen und Schlingspinnen. Umwebt von verstrickten Machenschaften. Vorbei an Hexennadeln, Laubewellen und Unweiten… Und immer dabei, der Koffer der ihn her brachte. -Denn der verbirgt schließlich sein ganz eigenes Geheimnis.

Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Die Story ist in der Ich-Form verfasst und in 43 mit Titeln überschriebene Kapitel sowie ein Vor- und Nachwort aus Sicht des Erzählers gegliedert. Innerhalb der Story gibt es ebenfalls Einschübe aus Sicht des Erzählers.

Meine Meinung: Dieses Buch hinterlässt mich ein wenig… zwiegespalten. Auf der einen Seite habe wir hier eine super tolle Grundidee, die mir sehr gut gefallen hat. Auf der anderen Seite steht die Umsetzung, die meiner Meinung nach noch besser hätte sein können. Die Aufteilung der Erlebnisse war ein wenig unausgewogen, so dass man sich mal durch die Lektüre schlich, dann wieder ging es in einem rasanten Tempo voran und es passierte so viel, dass es einfach nur noch überladen und erzwungen wirkte. Das fand ich etwas anstrengend und teilweise einfach zu viel.

Ich hatte anfangs Mühe, in die Geschichte hineinzukommen, und selbst, nachdem mir ein Vertiefen gelungen war, hatte ich doch immer wieder Phasen, in denen ich eher eine Distanz zum Geschehen spürte. Das war für den Lesespaß nicht ganz förderlich, wurde aber ein wenig ausgeglichen durch die Phasen, in denen das Buch es einem leicht machte, es zu verschlingen.

Der Schreibstil ist gut zu lesen, wenn auch manchmal etwas holprig und langatmig, aber daran konnte ich mich mit der Zeit gewöhnen. Richtig schön fand ich die kleinen Zeichnungen, die sich zwischendrin immer mal wieder befinden, und die passend zur jeweiligen Szene sind.

Alles in allem eine schöne Geschichte, die mich aber leider nicht ganz so begeistert hat, wie ich es erwartet hätte.

Daher gibt es von mir 3 Sterne.

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